6 gute Gründe, warum es sich lohnt, sein Baby zu stillen

Wenn eine Frau schwanger ist, wird sie sich irgendwann die Frage stellen, ob Sie ihr Kind stillen möchte oder nicht. Mal abgesehen davon, dass es aus den unterschiedlichsten Gründen manchen Frauen nicht möglich ist zu stillen, z.B. durch die Einnahme bestimmter Medikamente, Krankheiten oder weil es einfach nicht klappen mag, kann eine Frau wählen ob sie sich für den Weg des Stillens oder der Ersatznahrung entscheidet.
Fest steht: die Muttermilch ist das Beste für das neugeborene Kind. Welche Vorteile das Stillen hat und warum es einfach schön ist, ist hier zu lesen:

 

All you can eat – zu jeder Zeit die beste Nahrung

Nicht zu warm und nicht zu kalt, immer die perfekte Zusammensetzung unzähliger Nährstoffe, keimfrei und eine nie versiegende Quelle! Wer wünscht sich das nicht?
Die Muttermilch ist eindeutig die beste Nahrung für das Baby. In ihr finden sich über 200 Bestandteile wieder, die individuell, je nach Alter und sogar Tageszeit, auf den kleinen Erdenbürger abgestimmt sind. So entwickelt sich in der Schwangerschaft bereits das Kolostrum, die Vormilch, um dem Baby direkt nach der Geburt den absoluten Abwehr-Booster bereitzustellen. Nach ca. 5 Tagen wird eine schon etwas fettere Übergangsmilch produziert, bis nach ca. 3 Wochen die reife Frauenmilch für das Baby zur Verfügung steht. Die Frauenmilch besteht aus zwei „Sorten“: wenn das Baby mit dem Trinken beginnt, bekommt es zuerst die wässrige Vordermilch, die schon mal den ersten Durst löscht. Die gehaltvolle Hintermilch wird durch den Milchspendereflex freigesetzt und macht das Baby erst richtig satt.

Der Wunderdrink für die Gesundheit

Die Industrie tut ihr Möglichstes um die positiven Eigenschaften der Muttermilch bei der Ersatznahrung nachzuahmen. Auch wenn diese schon wirklich gut entwickelt ist – es gibt einfach mütterliche Antikörper und abwehrende Enzyme, die beim Stillen auf das Baby übertragen werden, die keine Ersatznahrung liefern kann. Durch diese Immunglobuline bekommt das Baby von Anfang an einen vielfältigen Schutz vor Krankheiten, der sogenannte Nestschutz, und kann schon bald eine gesunde Darmflora bilden, die sein Immunsystem weiterhin stärkt.
Zudem ist bewiesen, dass gestillte Kinder ein geringeres Allergierisiko sowie weniger Atemwegsinfekte, Magen-Darm-Infekte und Mittelohrentzündungen haben.
Und ein sehr wichtiger Aspekt ist: Stillen minimiert das Risiko des „plötzlichen Kindstodes“.

Allzeit bereit – Eine „Milk to go“ bitte

Ein zusätzlicher Pluspunkt ist, dass immer alles bereitsteht, wenn das Baby Hunger hat.
Stillen ist wesentlich stressfreier als das Fläschchen geben: Kein Wasser abkochen, Pulvermilch abmessen, Fläschchen ggf. reinigen und kein ungeduldiges Baby, das weint. Nein, das Essen steht dem Baby wohltemperiert zur Verfügung, wenn der kleine Hunger kommt. Dies ist nicht nur für das Baby schön, sondern macht auch gleichzeitig die Mama entspannter und flexibler. Man kann spontan etwas unternehmen, denn das Essen ist ja bereits gut und platzsparend verpackt.

Stillen kostet nichts

Muttermilch ist kostenlos – abgesehen von den größeren Mengen Lebensmittel, die eine stillende Frau vertilgen kann.
Die AFS (Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen) hat errechnet, dass durch das Stillen gute 750 € in den ersten 6 Monaten gespart werden. Diese immense Summe setzt sich aus den Sachen zusammen, die man nicht kaufen muss: keine Fläschchen / Sauger, keine Babynahrung, keinen Sterilisator. Und wenn man es ganz genau nimmt, spart man auch noch Strom und den Abwasch.

Cosy moment – was gibt es Schöneres als kuscheln?!

Ganz nah, ganz warm, ganz vertraut, ganz geborgen, ganz kuschelig!
Jedes Baby, und auch jede Mama, sehnt sich nach Nähe – ganz viel Nähe. Wenn das Baby gestillt wird, wird es nicht nur satt, sondern befriedigt auch sein Bedürfnis nach Sicherheit und Liebe. Es hat den Hautkontakt zur Mama, die einmalig duftet, und es kann den altbekannten, rhythmischen Herzschlag von ihr hören. Hier kommt das Baby zur Ruhe. Deshalb ist das Stillen nicht nur einfaches Füttern. Es ist auch kuscheln, trösten, liebhaben.
Es stärkt die Bindung zwischen Mutter und Kind und das Urvertrauen das Babys.

Healthy Kickback – deshalb ist Stillen für die Mama gut

Mal abgesehen von der Nähe, die man uneingeschränkt mit dem Baby genießen kann, hat das Stillen auch positive Auswirkungen für die Mama.
So bildet sich die Gebärmutter durch das beim Stillen ausgeschüttete Hormon „Oxytocin“ viel schneller zurück und der Wochenfluss wird angeregt.
Zudem verringert sich das Risiko an hormonbedingten Krebs, wie Brust-, Eierstock- oder Gebärmutterkrebs zu erkranken.

 


Artikel wurde verfasst von Vanessa Pagel

Produziert für Gesundheits-Campus.de – Die Arztsuche für gesundheitsorientierte Menschen

Bildnachweis Fotolia/Stanislav_Uvarov Bildnummer #103103489

 

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